Motivation in der Selbstständigkeit – was funktioniert wirklich? 

Motivation in der Selbstständigkeit - was funktioniert wirklich (3)

Motivation ist essentiell, um langfristig Dinge durchzuziehen. Sei es eine Sportroutine, regelmäßig Content zu erstellen oder Angebote an Interessent:innen deines Angebots zu verschicken. Das Thema kenne ich aus meinen Hypnose-Coachings genauso wie aus eigener Erfahrung. Daher habe ich mich sehr über die Blogparade von Evelyn Wurster zum Thema “Motivation – wie geht das?” gefreut. Ich schreibe in diesem Artikel darüber, wie eine Coachin in einem Satz fast das zerstört hätte, was mich motiviert im Business voran zu kommen, was meine Strategie für mich und meine Klientinnen ist wenn es doch mal hakt und wie ich meine Buchhaltung mit mehr Spaß erledige, statt direkt schlechte Laune beim Gedanken zu bekommen.

Kurzantwort: Motivation entsteht, wenn du aus dir heraus oder von außen einen Anreiz hast. Am nachhaltigsten ist für mich der innere Antrieb und einen Sinn in dem zu finden, was ich tue. Als Selbstständige ist das, immer mein großes Ziel vor Augen zu haben. Mit aller Macht und Disziplin durch etwas hindurch zu gehen ist anstrengend und führt aus meiner Erfahrung selten langfristig zur Motivation. Wenn die Motivation fehlt, dann ist es aus meiner Sicht entscheidend herauszufinden, was zurück hält und was es braucht, um die Dinge umzusetzen. Dabei hilft Hypnose. 

Wie du Motivation in Sekunden zerstören kannst

Vor einiger Zeit saß ich in einem Business-Coaching, dass mich stärken und weiterbringen sollte. Die Coachin fragt, was uns schwer fällt und wo die Motivation fehlt. Ich antwortete, dass  ich gerade mega motiviert bin, alles zu tun, was im Business ansteht. Ihre Antwort: „Ist ja schön, dass du gerade so motiviert bist, aber das wird nicht so bleiben.“ 

Wie bitte?

Ich war da gerade in der Vorbereitung meiner Gründung und habe riesige Motivation und Freude gehabt. Alles was ich tat, tat ich für mich. Es ergab Sinn. Ich habe gelernt. Konnte mich verwirklichen. Wieso nimmt jemand unter dem Deckmantel der Boomer-Realitatsnähe („Warte mal ab, bis du ne Weile selbstständig bist…“) jemandem so seine Freude? 

Der Witz: Es ging in der Stunde darum, Motivation zu finden, Aufgaben im Business endlich zu machen und dranzubleiben. Meine Motivation war längst da! Aus meiner Sicht wäre es stärkend und festigend gewesen, genau aufzuschreiben, WARUM ich so motiviert bin, warum ich das tue und mir das immer wieder vor Augen zu halten. Groß über meinen Schreibtisch zu hängen. Alles dafür zu tun, diese Verbindung nicht zu verlieren. Auch in Momenten, in denen ich mal nicht so motiviert sein sollte. 

Ansatz und Fazit der Sitzung waren stattdessen: Motivation folgt der Handlung. Mach einfach. Auch wenn du’s nicht fühlst. 

Aha. Und für alle, bei denen es nicht klappt, gilt dann wieder  „Du wolltest es hat nicht genug?“ 

Und an genau diesen Stellen hasse  ich „Mindsetarbeit“. Denn ich bin davon überzeugt, alles was wir tun, einen Grund. Und wir tun das immer für uns. 

Warum du motiviert sein kannst und trotzdem nicht umsetzt

Kurz hat sich bei der Antwort der Coachin alles in mir zusammengezogen. Aber ich habe mich von dieser Aussage nicht mehr verunsichern lassen – das war aber schon mal anders. Nach Jahren der Selbsterfahrung mit Gewaltfreier Kommunikation und Hypnose vertraue ich mir und meiner Wahrnehmung mittlerweile und hinterfrage viel öfter das, was andere sagen.

Das hat über 164 verschiedene Ursachen, wenn wir Dinge nicht umsetzen obwohl sie uns eigentlich wichtig sind. Einige sind zum Beispiel:

  • ADHS und die damit verbundenen Herausforderungen (z.B. weil Dopamin fehlt, die Entscheidungsparalyse den nächsten Schritt blockiert oder schlicht vergessen wird, was zu tun ist)
  • unsere Erfahrungen mit Eltern, Lehrkräften, Freund:innen, die Sätze sagten wie
    • „Willst du das wirklich machen?
    • Damit kann man Geld verdienen?
    • Wenn’s dir wichtig wäre, dann würdest du es ja tun.
    • Ich glaube nicht, dass du das kannst…!
    • Bei der Anette hat das auch nicht funktioniert.
    • Der Harald, der macht das mit links – was ist dein Problem?
    • Alles nur Ausreden!“) 
  • Versprechungen die wir uns mal gegeben haben, von den niemand etwas weiß und die unbewusst trotzdem arbeiten
    • „Nie wieder werde ich…“
    • „Bis Ende des Jahres muss ich dieses erreichen, sonst…“)
  • Manche Dinge fallen uns leichter als andere. Also machen wir das, was uns leicht fällt zuerst.

Und all das kann uns dann daran, weiter zu kommen und bestimmte Dinge umzusetzen.

Aber mit aller Macht hindurch ist nicht mein Ansatz. 

Ja, Lernen mit Druck und Angst funktioniert. Das kennen wir alle aus der Schule. Aber der Preis ist oft ein negatives Selbstbild- weil dann eben wieder an sich selbst gezweifelt wird, statt an der Herangehensweise. Und so will ich auch nicht arbeiten. 

Wie Motivation ohne Druck gelingen kann

In die Umsetzung findest du auch ohne Angst und Druck. Das ist das kleine 1×1 der modernen Pädagogik und gilt in der Kita wie auch bei Erwachsenen. 

Nämlich: Finde raus, was dich aus dir heraus motiviert. Nicht was dir Druck und Angst von außen macht – sondern was sich für dich leicht anfühlt. Oder auch “intrinsische Motivation.” Das ist ein viel stärkerer, nachhaltigerer Hebel als Anreize von außen. 

Und wenn die Umsetzung schwer fällt, dann geht es darum zu verstehen, warum ich Dinge nicht mache. Spoiler: Es sind keine Ausreden!

Hier setzte ich in meinen Coachings mit gezielten Fragen und Hypnose an. Oft ist uns bewusst schon sehr klar, warum wir Dinge nicht tun wollen. Das gilt es im ersten Schritt zu sehen und zu würdigen. Das ist ein Hinweis auf das, was uns wichtig ist. 

Dann im 2. Schritt (oder wenn es noch nicht so klar ist) kann mit Hypnose hingeschaut werden, was es braucht, um loszulegen. In Hypnose haben wir den Kontakt zu unbewussten Themen und Blockaden. Es zeigt sich oft sehr schnell der eigentliche Kern des Problems. Und der ist bei jeder von uns individuell. Genau wie die Lösung, um in die Umsetzung zu kommen. 

Wie ich mich zur regelmäßigen Buchhaltung motiviert habe

Mir wurde von einer sehr erfahrenen, enthusiastischen und zahlenverliebten Buchhaltungs-Expertin alles genau erklärt. Sie hat mir grundsätzlich viele Ängste genommen und ihr Bestes gegeben. um mich mit ihrer Freude für Konten, Belege und Steuern anzustecken. Ich habe ein Programm, mit dem Buchhaltung gefühlt fast alleine funktioniert. Aber ich habe es trotzdem immer weiter aufgeschoben. 

Bis ich mich hingesetzt und nach dem Grund gesucht habe…

  • Die Programmoberfläche ist noch neu. Es braucht Zeit und Energie, um mich dort einzufinden. 
  • Mein Belegsystem und die Weiterleitung funktionieren noch nicht. Die Rechnungen landen noch nicht automatisch im Programm. Alles zusammenzusuchen kostet mich ebenfalls Energie und Zeit.
  • Ich war wahnsinnig unsicher mit den Kontennummern – bis ich verstanden habe, dass es für die Steuer noch völlig irrelevant ist und eine “falsche” Buchung gar keine Konsequenz hat. 
  • Ich dachte, alles zu buchen benötigt irre viel Zeit – tut es in der Realität nachdem ich nachgemessen habe, aber gar nicht, sondern ist (dank tollem Programm) zum Teil mit einem Klick erledigt.

Statt voller Widerstand in mein Programm zu gehen, bin ich im Mitgefühl für mich und den Anteil der Zahlen so gar nicht mag, habe aber gleichzeitig einen realistischeren Blick auf das Thema. Und es hat seinen Schrecken für mich verloren. Ich kann mir die Zeit jetzt in den Kalender einplanen, ohne direkt schlechte Laune zu kriegen. Mit dem Klicken auf die einzelnen Buchungen entsteht sogar Spaß und ich sehe direkt, was ich geschafft habe. 

Und ich weiß auch: die Übersicht und aktuelle Zahlen helfen mir dabei, mein Business zu führen. Da ist die Verbindung zu meinem großen Ziel und die Buchhaltung ein Teil, der dazugehört. 

So bleibst du motiviert im Business

Meine top 3 Tipps, um in deiner Selbstständigkeit motiviert zu bleiben:

  1. Arbeite nur mit Menschen, die dich stärken, statt dir mit Pseude-Klarheit deine Freude zu nehmen. Da macht es für mich schon einen großen Unterschied statt “Warte ab…” lieber “Was meinst du, braucht es, um diese Motivation zu halten, auch wenn es schwer wird?” zu sagen.
  2. Halte dir glasklar vor Augen, warum du tust, was du tust. Was ist dein großes Ziel? Wieso stehst du morgens auf und was willst du erreichen? 
  3. Wenn du einen Widerstand spürst und Dinge aufschiebst, suche nach dem guten Grund dafür und was du brauchst, um umzusetzen. Hypnose hilft dir dabei herauszufinden, was dich unbewusst blockiert. 

Das alles fällt dir alleine schwer Dann melde dich für ein kostenloses, unverbindliches Kennenlerngespräch bei mir. Wir besprechen, wie ich dich mit Hypnose dabei unterstützen kann, deine To Do’s zu erledigen, ohne dich selbst dabei fertig zu machen. Ich freue mich auf dich!

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Ein Kommentar

  1. Liebe Lisa,

    vielen Dank für diesen Beitrag. Zwei Themen hab ich als besonders beMERKenswert abgespeichert:

    1.) wie schnell es passieren kann, dass wir die Motivation anderer Leute durch unbedachte Äußerungen und unseren eigenen Blick auf die Welt zu zerstören. Merker für mich selbst: lieber neugierig nachforschen und den Blickwinkel des anderen verstehen wollen – statt mit RatSCHLÄGEN um sich zu werfen

    2.) „Du kannst motiviert sein, und trotzdem nicht umsetzen“ – dieser Satz sitzt! Und ich bin wirklich neugierig auf die Möglichkeiten der Hypnose geworden. Da werd ich mich mal bei dir einlesen 🙂

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