Zusammenfassung meiner Blogparade zum Thema “Ein Moment, in dem ich mich für mich entschieden habe”

Blogparade Ein Moment, in dem ich mich für mich entschieden habe (1)

Vor ein paar Wochen habe ich eine Frage in die Welt geschickt: Wann hast du aufgehört, nach den Erwartungen anderer zu leben, und dich stattdessen für dich entschieden?

Die Frage kam nicht aus dem Nichts. Ich kenne diesen Moment selbst, aus meiner eigenen Geschichte mit meinem Traumjob als Lehrerin, den ich irgendwann gekündigt habe, weil ich spürte: So geht es nicht weiter. Deshalb wollte ich wissen, wie dieser Moment bei anderen aussieht. Also habe ich zu meiner ersten Blogparade „Ein Moment, in dem ich mich für mich entschieden habe“ aufgerufen.

Ich stelle hier die ehrlichen und mutigen Geschichten vor, die dabei zusammengekommen sind. Ganz unterschiedliche Leben, ganz unterschiedliche Entscheidungen: ein Buch, eine Kündigung, ein Körpergefühl, ein Auszug. Und trotzdem, das wirst du merken, taucht immer wieder derselbe Kern auf…

1. Melanie minschtl® Hafner: Dieses Lieblingsbuch verändert gerade mein Leben

Melanie minschtl® Hafner schreibt über ihr Lieblingsbuch, das noch gar nicht im Regal steht, weil sie es gerade selbst schreibt. Ausgangspunkt ist ein Kinderbuch mit Rollentausch-Idee, das sie schon als Kind geprägt hat, sowie eine Reihe einschneidender Erfahrungen: ein persönlicher Reset, eine dreiwöchige Ayurvedakur in Sri Lanka und ein Buchmentoring, durch das ihr klar wurde, dass die Geschichte für ihr Wendebuch „Zwischen Laut und Leise“ längst in ihr steckte. 

Entstanden ist daraus ein Buch über 22 Emotionen und 13 Lebensgeschichten, das bewusst keine fertigen Antworten liefert, sondern zum Fühlen statt nur Funktionieren einlädt.

“Die klarste Erkenntnis überhaupt ist für mich, dass Geschichten oft mehr bewegen als gut gemeinte Ratschläge. Meine ausgeprägte Wahrnehmung hat darin endlich ihren Platz gefunden. Sobald bei mir ein Moment mit einer Emotion verbunden ist, kann ich ihn nicht mehr vergessen.” 

Für Melanie war der Schreibprozess selbst die eigentliche Veränderung: Sie lernte, ihrem Gefühl mehr zu vertrauen, Dinge auszusprechen statt nur zu denken, und ihr und ihr Buch trotz Zweifeln in die Welt zu tragen.

2. Elisabeth „Klio“ Morri: Der Tag, an dem ich die Kontrolle abgab und meine Souveränität wählte: Wie ich mich für mich entschied

Klio (Elisabeth Morri) beschreibt in ihrem Beitrag zur Blogparade, wie sie 12 Jahre lang als Volksschullehrerin und Schulleiterin tätig war, mit Status, Sicherheit und großer Verantwortung. Parallel dazu entdeckte sie über Instagram ihre Faszination für Astrologie, Tarot und energetisches Arbeiten, das im starren Schulsystem keinen Platz hatte. 

“Sich für sich selbst zu entscheiden, ist in den seltensten Fällen ein romantischer Moment. Es ist meistens leise und unglaublich spontan und verlangt von dir, dass du etwas loslässt, das dir jahrelang Sicherheit gegeben hat. Und dieser Gedanke ist wirklich in Real Life da, man kann sich das vorher gar nicht vorstellen – auch ich konnte mir diese absolute Sicherheit, dass ich kündigen möchte, vorher nicht vorstellen. “

Klio kündigte und machte sich als „Personal Witch“ und Business-Mentorin selbstständig, obwohl das Umfeld zunächst mit Unverständnis reagierte. Ihre Geschichte deutet sie zusätzlich astrologisch, mit Saturn, Pluto und Uranus als Kräften hinter solchen radikalen Umbrüchen.

3. Birgit Buchmayer: Mein Körper weiß, wenn es richtig ist

Birgit Buchmayer beschreibt drei Momente, in denen ihr Körper eine Entscheidung traf, bevor der Kopf fertig abgewogen hatte.

“Drei ganz unterschiedliche Momente, eine Beziehung, ein Beruf, eine Mutterschaft, und trotzdem dasselbe Muster: Ich sage Ja, ich passe mich an, ich nehme Rücksicht, bis meine Grenze erreicht ist. Und dann kommt eine Entscheidung, oft schneller, als mein Kopf überhaupt hinterherkommt. So habe ich mich Stück für Stücke von den Vorstellungen anderer Menschen gelöst.”

Als körperliches Signal, dass alles in Ordnung ist, beschreibt sie lockere Schultern, einen entspannten Unterkiefer und freieren Atem, gefolgt von Leichtigkeit und Freude. 

Keine dieser Entscheidungen hat sie je bereut, im Gegenteil, danach ging es jedes Mal bergauf. Für Birgit ist dieses Körpergefühl verlässlicher als jede Pro-und-Contra-Liste. 

4. Sandra Schwertfeger: Ich hatte Angst zu gehen – doch ich wusste, dass ich nicht bleiben konnte

Sandra Schwertfeger schreibt über ihren Auszug von zu Hause. Als Älteste von sechs Geschwistern hatte sie kaum eigenen Freiraum und stritt sich zunehmend mit ihrem Vater. Der Wunsch nach Ruhe und Selbstbestimmung wurde irgendwann größer als die Angst vor dem Unbekannten, und mit Unterstützung ihres damaligen Freundes fand sie eine WG.

Ihre Freiheit hatte allerdings einen Preis: Ihr Vater zog sich nach dem Auszug zurück, erst der Tod der Uroma brachte die beiden wieder zusammen. Rückblickend beschreibt sie den Schritt als einen der ersten großen Momente auf dem Weg zu mehr Eigenverantwortung und Vertrauen in sich selbst. Nicht, weil sie keine Angst hatte, sondern weil sie trotz der Angst gegangen ist. Heute hört sie bewusster auf ihr Bauchgefühl, etwa bei wichtigen Entscheidungen, bei denen die reine Vernunft allein nicht ausreicht. 

Ihrem früheren Ich gibt Sandra stärkende Sätze mit auf den Weg:

„Du musst nicht schon alle Antworten kennen. Du darfst Angst haben. Du darfst unsicher sein. Du darfst eine Entscheidung treffen, ohne genau zu wissen, wohin sie dich führen wird. Und du darfst Fehler machen. Fehler gehören zum Leben. Sie machen dich nicht schwach oder unfähig. Durch sie lernst du, wächst du und findest heraus, wer du sein möchtest.“

Fazit: Vier Geschichten, vier ganz unterschiedliche Leben. Und trotzdem taucht immer wieder derselbe Moment auf

Am Anfang steht fast nie ein großer Plan. Sondern Erschöpfung. Das Gefühl, schon viel zu lange nur zu funktionieren, statt wirklich zu leben. Und dann, irgendwann dieser eine Punkt, an dem der Kopf gar nicht mehr hinterherkommt, weil der Körper oder das Bauchgefühl längst entschieden hat.

Aus meiner Sicht ist genau das der Kern dieser Blogparade und der Entscheidungen. Sich für sich zu entscheiden ist selten laut oder geplant. Es ist meistens leise. Unbequem. Und es kostet manchmal etwas – Nähe zur Familie, Sicherheit, den vertrauten Status. 

Trotzdem beschreiben alle vier danach dasselbe: mehr Leichtigkeit, mehr Freiheit, ein Leben, das sich endlich wieder wie das eigene anfühlt.

So ging es auch mir selbst, als ich meinen einstiegen Traumjob gekündigt habe.

In meinen Hypnose-Coachings begleite ich Frauen genau in solchen Prozessen. Damit sie raus aus dem Funktionsmodus rein in ein selbstbestimmtes Leben finden. Und auch im Alltag immer mehr Momente haben, in denen sie sich für sich entscheiden.

Wenn dir gefällt, was du liest, abonniere meinen Newsletter, um als Erste über neue Blogartikel informiert zu werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Consent Management Platform von Real Cookie Banner